Donnerstag, 27. Oktober 2011
Montag, 24. Oktober 2011
Nachtrag Lektion 5
Seite 15: Die Zeilen (1), (2) und (1+2) sind ungenügend erklärt. Lediglich Zeile (1) ist für uns relevant und beschreibt das "net measure" (siehe auch Seite 8). Weiteren Informationen finden sich hier.
In der Lektion kam die Frage auf, ob schwarze Autoverkäufer von der mutwilligen Diskriminierung ihrer weissen Kollegen profitieren können, indem sie schwarzen Käufern ebenfalls tiefere Nachlässe gewähren als weissen Käufern. Nicht aufgrund mutwilliger Präferenzen, sondern aus profitmaximierendem Verhalten.
Das kommt auf die Wettbewerbssituation an. Erinnern Sie sich an Beckers Modell: Wenn es eine Firma gibt, die keine Diskriminierungspräferenzen hegt, so kann sie - je nach Produktionstechnologie - die anderen Firmen teilweise oder sogar ganz verdrängen. Wenn die schwarzen Verkäufer untereinander im Wettbewerb stehen, so können sie sich gegenseitig Käufer abjagen, indem sie ihnen bessere Konditionen bieten und dadurch die tieferen Nachlässe verschwinden.
Sollte also perfekter Wettbewerb herrschen, so ist ein Ausnutzen der mutwilligen Diskriminierung der weissen Verkäufer nicht möglich. Sollten aber Friktionen im Markt herrschen, so ist es gut möglich, dass ein gewisser Vorteil entsteht. In der Tat wird auf Seite 27 mit solchen Friktionen argumentiert. Andererseits müsste dann konsequenterweise folgen, dass schwarze Käufer nur zu schwarzen Verkäufern gehen, was wir empirisch nicht beobachten.
In der Lektion kam die Frage auf, ob schwarze Autoverkäufer von der mutwilligen Diskriminierung ihrer weissen Kollegen profitieren können, indem sie schwarzen Käufern ebenfalls tiefere Nachlässe gewähren als weissen Käufern. Nicht aufgrund mutwilliger Präferenzen, sondern aus profitmaximierendem Verhalten.
Das kommt auf die Wettbewerbssituation an. Erinnern Sie sich an Beckers Modell: Wenn es eine Firma gibt, die keine Diskriminierungspräferenzen hegt, so kann sie - je nach Produktionstechnologie - die anderen Firmen teilweise oder sogar ganz verdrängen. Wenn die schwarzen Verkäufer untereinander im Wettbewerb stehen, so können sie sich gegenseitig Käufer abjagen, indem sie ihnen bessere Konditionen bieten und dadurch die tieferen Nachlässe verschwinden.
Sollte also perfekter Wettbewerb herrschen, so ist ein Ausnutzen der mutwilligen Diskriminierung der weissen Verkäufer nicht möglich. Sollten aber Friktionen im Markt herrschen, so ist es gut möglich, dass ein gewisser Vorteil entsteht. In der Tat wird auf Seite 27 mit solchen Friktionen argumentiert. Andererseits müsste dann konsequenterweise folgen, dass schwarze Käufer nur zu schwarzen Verkäufern gehen, was wir empirisch nicht beobachten.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Montag, 10. Oktober 2011
Kleinere Korrekturen zu Lektion 3
S.7: letzter Punkt: "Vorerst Investition in Ausbildung nicht möglich"
S.8: Bezeichnung der pdf lautet f(q)
S.16: Bezeichnungen der pdfs lauten f(b) und f(w), nicht b und w
S.18 ff: Bezeichnung der Y-Achse in allen Grafiken von Aigner und Cain sollte korrekterweise E(q ¦ y) lautet, nicht q
S.21: "Andererseits kann man mittels eines schlechten Testscores mit höherer Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass..."
S.32: w(y) bezeichnet den Lohn in Abhängigkeit vom Ausbildungsstand
S.8: Bezeichnung der pdf lautet f(q)
S.16: Bezeichnungen der pdfs lauten f(b) und f(w), nicht b und w
S.18 ff: Bezeichnung der Y-Achse in allen Grafiken von Aigner und Cain sollte korrekterweise E(q ¦ y) lautet, nicht q
S.21: "Andererseits kann man mittels eines schlechten Testscores mit höherer Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass..."
S.32: w(y) bezeichnet den Lohn in Abhängigkeit vom Ausbildungsstand
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Nachtrag zur Lektion Taste-Based Discrimination
1) Die Grafik auf S.16 gab Anlass zur Verwirrung. Sie ist korrekt und muss folgendermassen interpretiert werden. XX ist die Produktionsisoquante und stellt die Inputbündel dar, welche in Kombination genau den Output X ermöglichen. Die Firma produziert optimal in Punkt P.
Wenn nun ausgehend von der Isokostenlinie CC gegen B diskriminiert wird, so fällt die Nachfrage nach B und jene nach W steigt. Die neue Isokostenlinie ist DD, das neue Optimum ist in P'.
Die Firma hat neu höhere Kosten, um X zu produzieren, denn ein Pivot um P' zeigt, dass wir uns im Vergleich zur Ausgangsbasis auf einer "teureren" Isokostenlinie befinden (C'C' anstatt CC).
Oder ganz einfach: Wenn der Preis eines Inputs steigt, habe ich höhere Kosten, um den gleichen Output zu produzieren. Grafisch ist die Analyse deshalb interessant, weil intuitiv gezeigt werden kann, wie die Dynamiken mit der Substitutionselastizität der Inputs zusammenhängen. Wie sieht XX aus, wenn die Inputs die Inputs leichter ausgetauscht werden können? Wie sieht die Verschiebung von P auf P' jetzt aus? Weshalb?
2) Auf Seite 25 wurde der untere Text abgeschnitten: "Aus dem gleichen Grund stellen sie mehr schwarze Arbeiter an und expandieren, so dass pi_b steigt und der MDC fällt. Gleichzeitig steigen aber auch ihre Kosten aufgrund der Produktionsfunktion, deshalb expandieren sie nur so stark, bis die gestiegenen Produktionskosten den Vorteil der tieferen Kosten durch d aufheben."
3) Folie 20 und 25/26: Im Gleichgewicht ergbit sich ein MDC von d_dach. In der Vorlesung kam mehrmals die Frage auf, weshalb Firmen, deren d in der pdf links von d_dach ist, einen Marktvorteil haben.
Im Markt herrscht stets die Bedingung pi_w = pi_b + d_dach, denn dann ist die marginale Firma indifferent zwischen W und B (inklusive Diskriminierungskoeffizient). Firmen rechts von d_dach stellen nur W ein, denn für sie gilt pi_w < pi_b + d. Firmen links von d stellen nur B ein, denn für sie gilt pi_w > pi_b + d.
Es gibt einen Marktlohn für W und B und es herrscht ein gegebener Marktpreis p. Firmen mit tieferem d haben dadurch einen Vorteil, denn sie bekommen p und müssen bloss pi_b und ihr tiefes d "bezahlen". Firmen mit höherem d leiden entsprechend etwas mehr, machen aber immer noch Profit. Und Firmen, die nur W angestellt haben, leiden genauso stark wie die Firma mit d_dach, die gerade noch B anstellt (denn pi_w = pi_b + d_dach).
Im Gleichgewicht können Firmen mit tiefem d ihr Produkt zu einem kleineren p verkaufen und haben immer noch einen positiven Nutzen. Damit können die anderen Firmen nicht mithalten, denn p ist schon so tief, dass die Firmen, die nur W anstellen, gerade keinen ökonomischen Profit machen. Wie sich d_dach nun aufgrund der Konkurrenz entwickelt, hängt von der Technologie der Produktionsfunktion ab.
Wenn nun ausgehend von der Isokostenlinie CC gegen B diskriminiert wird, so fällt die Nachfrage nach B und jene nach W steigt. Die neue Isokostenlinie ist DD, das neue Optimum ist in P'.
Die Firma hat neu höhere Kosten, um X zu produzieren, denn ein Pivot um P' zeigt, dass wir uns im Vergleich zur Ausgangsbasis auf einer "teureren" Isokostenlinie befinden (C'C' anstatt CC).
Oder ganz einfach: Wenn der Preis eines Inputs steigt, habe ich höhere Kosten, um den gleichen Output zu produzieren. Grafisch ist die Analyse deshalb interessant, weil intuitiv gezeigt werden kann, wie die Dynamiken mit der Substitutionselastizität der Inputs zusammenhängen. Wie sieht XX aus, wenn die Inputs die Inputs leichter ausgetauscht werden können? Wie sieht die Verschiebung von P auf P' jetzt aus? Weshalb?
2) Auf Seite 25 wurde der untere Text abgeschnitten: "Aus dem gleichen Grund stellen sie mehr schwarze Arbeiter an und expandieren, so dass pi_b steigt und der MDC fällt. Gleichzeitig steigen aber auch ihre Kosten aufgrund der Produktionsfunktion, deshalb expandieren sie nur so stark, bis die gestiegenen Produktionskosten den Vorteil der tieferen Kosten durch d aufheben."
3) Folie 20 und 25/26: Im Gleichgewicht ergbit sich ein MDC von d_dach. In der Vorlesung kam mehrmals die Frage auf, weshalb Firmen, deren d in der pdf links von d_dach ist, einen Marktvorteil haben.
Im Markt herrscht stets die Bedingung pi_w = pi_b + d_dach, denn dann ist die marginale Firma indifferent zwischen W und B (inklusive Diskriminierungskoeffizient). Firmen rechts von d_dach stellen nur W ein, denn für sie gilt pi_w < pi_b + d. Firmen links von d stellen nur B ein, denn für sie gilt pi_w > pi_b + d.
Es gibt einen Marktlohn für W und B und es herrscht ein gegebener Marktpreis p. Firmen mit tieferem d haben dadurch einen Vorteil, denn sie bekommen p und müssen bloss pi_b und ihr tiefes d "bezahlen". Firmen mit höherem d leiden entsprechend etwas mehr, machen aber immer noch Profit. Und Firmen, die nur W angestellt haben, leiden genauso stark wie die Firma mit d_dach, die gerade noch B anstellt (denn pi_w = pi_b + d_dach).
Im Gleichgewicht können Firmen mit tiefem d ihr Produkt zu einem kleineren p verkaufen und haben immer noch einen positiven Nutzen. Damit können die anderen Firmen nicht mithalten, denn p ist schon so tief, dass die Firmen, die nur W anstellen, gerade keinen ökonomischen Profit machen. Wie sich d_dach nun aufgrund der Konkurrenz entwickelt, hängt von der Technologie der Produktionsfunktion ab.
Abonnieren
Posts (Atom)